Montag, 12. Dezember 2011
Sonntag, 14. März 2010
Donnerstag, 5. März 2009
Freitag, 13. Februar 2009
Award
My artist friend Asja gave this award to me.
Tha
Please check out her blog.
She is a marvelous illustrator a
http://threelittlecameras.blogspot.com/
Beate Knappe, travel and sing, autumn olive,connie martin and dotti angel

I love to work with clay.
I like flea markets.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
0142

Die Sternseherin Lise
Ich sehe oft um Mitternacht,
Wenn ich mein Werk getan
Und niemand mehr im Hause wacht,
Die Stern' am Himmel an.
Sie gehn da, hin und her zerstreut
Als Lämmer auf der Flur;
In Rudeln auch, und aufgereih't
Wie Perlen an der Schnur;
Und funkeln alle weit und breit,
Und funkeln rein und schön;
Ich seh die große Herrlichkeit,
Und kann mich satt nicht sehn...
Dann saget, unterm Himmelszelt,
Mein Herz mir in der Brust:
"Es gibt was Bessers in der Welt
Als all ihr Schmerz und Lust."
Ich werf mich auf mein Lager hin,
Und liege lange wach,
Und suche es in meinem Sinn,
Und sehne mich darnach.
-Mattias Claudius (1740-1815) -
The Star Gazer Lise
Often, around midnight,
If my work is done
And no one in the house is awake,
I watch the stars in the sky.
They go there, scattered hither and yon
As lambs upon the lea;
In flocks also, and lined up
like pearls on a string;
And all sparkle far and wide,
And twinkle pure and beautiful;
I see their grand magnificence,
And am never weary of watching...
Then, under the heaven's canopy,
My heart says in my breast:
"There's something better in this world
Than all the pain and wanting."
I go to my quarters,
And lie for a long time awake,
And search for it in my mind,
And long I contemplate.
Resources:Yahoo! Babel Fish,
Prompt Translator, Matthias Claudius by Herbert Rowland
Mittwoch, 17. September 2008
Dienstag, 8. Juli 2008
0095

The Innocence of Radium
With a head full of Swiss clockmakers,
she took a job at a
painting luminous numbers, copying the style
believed to be found in the candlelit backrooms
of snowbound alpine villages.
Holding each clockface to the light,
she would catch a glimpse of the chemist
as he measured and checked. He was old enough,
had a kind face and a foreign name
she never dared to pronounce: Sochocky.
For a joke she painted her teeth and nails,
jumped out on the other girls walking home.
In bed that night she laughed out loud
and stroked herself with ten green fingertips.
Unable to sleep, the chemist traced each number
on the face he had stolen from the factory floor.
He liked the way of her eights;
the way she raised the wet brush to her lips
and, with a delicate purse of her mouth,
smoothed the bristle to a perfect tip.
Over the years he watched her grow dull.
The doctors gave up, removed half her jaw,
and blamed syphilis when her thighbone snapped
as she struggled up a flight of steps.
Diagnosing infidelity, the chemist pronounced
The innocence of radium, a kind of radiance
that could not be held by the body of a woman,
only caught between her teeth. He was proud
of his paint and made public speeches
on how it could be used by artists to convey
the quality of moonlight. Sochocky displayed
these shining landscapes on his walls;
his faith sustained alone in a room
full of warm skies that broke up the dark
and drained his blood of its colour.
His dangerous bones could not keep their secret.
Laid out for X-ray, before a single button was pressed,
they exposed the plate and pictured themselves
as a ghost, not a skeleton, a photograph
he was unable to stop being developed and fixed.
- Lavinia Greenlaw -
Dienstag, 24. Juni 2008
0088

A Letter from Marie Curie
barely glances at the foreign words
but she likes the stamp.
It is a kind of pale blue
she hasn’t seen much of.
The lawyer who brought the letter
talks of a famous scientist
who found the magic ingredient
that made the clockfaces she painted
shine in the dark. He doesn’t say
that each lick of the brush
took a little more radium
into her bones, that in
sixteen hundred years
if anything remained of her
it would still be half as radioactive
as the girl is now,
thumbing through the atlas
she asked her sister to borrow.
He explains that Marie Curie
is anaemic too, but the girl
isn’t listening. She found
it’s not so big. The lawyer shrugs:
She says to eat plenty of raw calves’ liver.
- Lavinia Greenlaw -
Donnerstag, 19. Juni 2008
0085

ZIRKUMFLEXE
Jetzt? Zu spät für Gedichte:
Die Sonne nicht mehr als fernher
aufgewirbelter Sand, Staub von Ziegeln
(das Abendrot von Ampeln eingekreist).
Da sind noch Gedärme einer beinahe abgerissenen Bibliothek, Planen, Dünen
über Regalen, ein jahrtausende altes Geräusch, wenn jemand vorüberschleicht, wie aus Versehen.
Ja - Und dieser maßlose Schattenschnitt, quer durch die epische Ordnung
Der Fassaden, der zugleich die Distichen zwischen den Fenstern unterstreicht, die Ränder, die Gesimse...
Was in die Höhe flattert:Vögel, Zirkumflexe? Die letzten sich verdichtend, verflüchtigend? Der Verkehrslärm schwillt kaum merklich an. "Kein Übergang für Unbefugte!" Um die Leggins-Hüften der Ägypterin etwas wie Spannung, Bedeutung, eine mögliche Nacht, anderswo (spurlos)
Ulrich Johannes Beil
Dienstag, 17. Juni 2008
0083

Näher
Deine Berührung überrascht mich
Wie eine Brise Meeresluft in der Stadt,
ich weiß nicht, wohin
in den entgegengesetzten Landschaften meiner Sinne.
Als bekäme man plötzlich einen salzigen Geschmack in den Mund
Beim Überqueren einer Straße, in der man seit Jahren schon lebt,
und verlöre plötzlich aus den Augen, worauf man zuläuft:
ein Fenster, das alles was einem vertraut ist, eingefangen hat
und widerspiegelt; oder den Rand dieser Insel, von dem man endlich einen Ausblick hat.
- Lavinia Greenlaw -
Donnerstag, 12. Juni 2008
0081

Ich denke zum Beispiel, dass man sich kaum vorstellen kann, wie sehr der schönen Helena der trojanische Krieg egal war. Ich glaube nicht, dass sie sich etwas darauf einbildete: Damit hätte sie den menschlichen Heeren schon zu viel der Ehre erwiesen.
Ich denke, dass sie weit über der ganzen Angelegenheit stand und sich im Spiegel betrachtete.
Ich denke, dass es ihr ein Bedürfnis war, die Blicke auf sich zu ziehen – wobei es wenig darauf ankam, ob nun die Blicke der Krieger oder der Versöhnler: Von den Blicken erwartete sie, dass sie ihr etwas über sie selbst sagten, und nur über sie selbst, nicht über diejenigen, die sie auf sie richteten.
Ich denke, dass es ihr ein Bedürfnis war, geliebt zu werden. Nicht, zu lieben: Zu lieben war nicht ihre Sache. Jedem das Seine.
Sollte sie den Paris geliebt haben? Es würde mich wundern. Aber es wird ihr lieb gewesen sein, dass Paris sie liebte. Was er sonst noch getrieben haben mag, hat sie nicht gekümmert.
Was war denn der trojanische Krieg? Eine ungeheuerliche Barbarei, blutrünstig, schändlich und ungerecht, im Namen einer Schönen verübt, der das ganze so egal war wie nur möglich.
Und alle Kriege sind der trojanische Krieg, und alle guten Sachen, um deren schönen Augen willen sie geführt werden, pfeifen darauf.
Denn das einzige, was über den Krieg ehrlicher Weise zu sagen wäre, wird nicht gesagt: Dass man Krieg führt, weil man den Krieg liebt und weil er ein guter Zeitvertreib ist. Eine gute Sache mit schönen Augen, für die man kämpfen kann, findet man allemal.
Und darum hat die schöne Helena recht, wenn sie meint, dass die Sache sie nichts anginge, und sich im Spiegel betrachtet.
Und mir gefiel sie sehr gut, diese Helena, die ich 1974 in Peking geliebt habe….
Amélie Nothomb
Samstag, 7. Juni 2008
0076

Den Blumen ist zu misstrauen.
Besonders in Peking.
Aber der Kommunismus war für mich eine Ventilatorengeschichte, und von der Episode der Hundert Blumen wusste ich ebenso wenig wie von Wittgenstein oder Ho Chi Minh.
Warnungen vor Blumen nützen jedenfalls ohnehin nichts: Man fällt doch immer wieder auf sie herein.
Was ist eine Blume? Ein riesengroßes Geschlechtsteil, das sich herausgeputzt hat.
Diese Tatsache ist seit langem bekannt, und trotzdem reden wir Schwachköpfe immer noch Schmus über die Zartheit der Blumen. Von manchen romantischen Verehrern sagt man sogar noch, sie seien >fleur bleue<, das heißt sentimental – etwa so ungehörig und komisch, wie wenn man sagen würde, sie hätte ein blaues Geschlechtsteil. In San Li Tun gab es sehr wenig Blumen, und die waren sehr mickrig.
Aber immerhin, es waren Blumen.
Treibhausblumen sind schön wie Mannequins, aber sie haben keinen Geruch. Die Ghettoblumen wirkten albern: Manche waren hässlich wie Bäurinnen, wenn sie sich für die Stadt feingemacht haben; andere waren so unsinnig elegant wie Großstädterinnen auf dem Lande. Alle schienen irgendwie fehl am Platz zu sein.
>Liebessabotage<>
Montag, 21. April 2008
0062_Wunder

Nicht Müde Werden
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
- Hilde Domin -
Dienstag, 8. April 2008
Dienstag, 5. Februar 2008
0025

WOLKEN
elomen elomen lefitalominal
wolminuscaio
baumbala bunga
acycam glastula feirofim flinsi
elominuscula pluplubasch
rallalalaio
endremin saxassa flumen flobollala
feilobasch falljada follidi
flumbasch
cerobadadrada
gragluda gligloda glodasch
gluglamen gloglada gleroda glandridi
elomen elomen lefitalominai
wolminuscaio
baumbala bunga
acycam glastala feirofim blisti
elominuscula pluplusch
rallabataio
Freitag, 25. Januar 2008
Donnerstag, 24. Januar 2008
019

“Far out in the uncharted backwaters of the unfasionable end of the western Spiral arm of the Galaxy lies a small unregarded yellow sun. Orbiting this at a distance of roughly ninety-eight million miles is a utterly insignificant little blue-green planet whose ape-descended life forms are so amazingly primitive that they still think digital watches are a pretty neat idea.”
- Douglas Adams: The Ultimate Hitchhiker’s Guide to the Galaxy -
Mittwoch, 23. Januar 2008
0018

Lob der Faulheit
Faulheit, jetzo will ich dir
Auch ein kleines Loblied schenken,
Käm es nur gleich aufs Papier
Ohne lange nachzudenken
Doch, ich will mein bestes tun,
Nach der Arbeit ist gut ruhn.
Höchstes Gut! wer dich nur hat
Dessen ungestörtes Leben
Wird - ich gähn - ich werde matt -
Nu - so - magst Du mir vergebens,
Daß ich dich nicht loben kann;
Du verhinderst mich ja dran.
Mittwoch, 16. Januar 2008
0013

Was ist die Welt?
Was ist die Welt? Ein ewiges Gedicht,
Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht,
Daraus der Wein der Weisheit schäumt und sprüht,
Daraus der Laut der Liebe zu uns spricht
Und jedes Menschen wechselndes Gemüt,
Ein Strahl ists, der aus dieser Sonne bricht,
Ein Vers, der sich an tausend andre flicht,
Der unbemerkt verhallt, verlischt, verblüht.
Und doch auch eine Welt für sich allein,
Voll süß-geheimer, nievernommner Töne,
Begabt mit eigner, unentweihter Schöne,
Und keines andern Nachhall, Widerschein.
Und wenn du gar zu lesen drin verstündest,
Ein Buch, das du im Leben nicht ergründest.
- Hugo von Hofmannsthal -















