Montag, 12. Dezember 2011
Samstag, 25. September 2010
Samstag, 1. Mai 2010
Montag, 1. Februar 2010
Montag, 27. April 2009
Mittwoch, 22. April 2009
250_say:"Aa!"
Mittwoch, 17. September 2008
Freitag, 18. Juli 2008
0098_IF_Enough
Samstag, 28. Juni 2008
0090

Be brave enough to live creatively. The creative is the place where no one else has ever been. You have to leave the city of your comfort and go into the wilderness of your intuition. You can't get there by bus, only by hard work, risking, and by not quite knowing what you're doing. What you'll discover will be wonderful: yourself.
- Alan Alda -
Dienstag, 24. Juni 2008
0088

A Letter from Marie Curie
barely glances at the foreign words
but she likes the stamp.
It is a kind of pale blue
she hasn’t seen much of.
The lawyer who brought the letter
talks of a famous scientist
who found the magic ingredient
that made the clockfaces she painted
shine in the dark. He doesn’t say
that each lick of the brush
took a little more radium
into her bones, that in
sixteen hundred years
if anything remained of her
it would still be half as radioactive
as the girl is now,
thumbing through the atlas
she asked her sister to borrow.
He explains that Marie Curie
is anaemic too, but the girl
isn’t listening. She found
it’s not so big. The lawyer shrugs:
She says to eat plenty of raw calves’ liver.
- Lavinia Greenlaw -
Samstag, 14. Juni 2008
Donnerstag, 12. Juni 2008
0081

Ich denke zum Beispiel, dass man sich kaum vorstellen kann, wie sehr der schönen Helena der trojanische Krieg egal war. Ich glaube nicht, dass sie sich etwas darauf einbildete: Damit hätte sie den menschlichen Heeren schon zu viel der Ehre erwiesen.
Ich denke, dass sie weit über der ganzen Angelegenheit stand und sich im Spiegel betrachtete.
Ich denke, dass es ihr ein Bedürfnis war, die Blicke auf sich zu ziehen – wobei es wenig darauf ankam, ob nun die Blicke der Krieger oder der Versöhnler: Von den Blicken erwartete sie, dass sie ihr etwas über sie selbst sagten, und nur über sie selbst, nicht über diejenigen, die sie auf sie richteten.
Ich denke, dass es ihr ein Bedürfnis war, geliebt zu werden. Nicht, zu lieben: Zu lieben war nicht ihre Sache. Jedem das Seine.
Sollte sie den Paris geliebt haben? Es würde mich wundern. Aber es wird ihr lieb gewesen sein, dass Paris sie liebte. Was er sonst noch getrieben haben mag, hat sie nicht gekümmert.
Was war denn der trojanische Krieg? Eine ungeheuerliche Barbarei, blutrünstig, schändlich und ungerecht, im Namen einer Schönen verübt, der das ganze so egal war wie nur möglich.
Und alle Kriege sind der trojanische Krieg, und alle guten Sachen, um deren schönen Augen willen sie geführt werden, pfeifen darauf.
Denn das einzige, was über den Krieg ehrlicher Weise zu sagen wäre, wird nicht gesagt: Dass man Krieg führt, weil man den Krieg liebt und weil er ein guter Zeitvertreib ist. Eine gute Sache mit schönen Augen, für die man kämpfen kann, findet man allemal.
Und darum hat die schöne Helena recht, wenn sie meint, dass die Sache sie nichts anginge, und sich im Spiegel betrachtet.
Und mir gefiel sie sehr gut, diese Helena, die ich 1974 in Peking geliebt habe….
Amélie Nothomb
Samstag, 7. Juni 2008
0076

Den Blumen ist zu misstrauen.
Besonders in Peking.
Aber der Kommunismus war für mich eine Ventilatorengeschichte, und von der Episode der Hundert Blumen wusste ich ebenso wenig wie von Wittgenstein oder Ho Chi Minh.
Warnungen vor Blumen nützen jedenfalls ohnehin nichts: Man fällt doch immer wieder auf sie herein.
Was ist eine Blume? Ein riesengroßes Geschlechtsteil, das sich herausgeputzt hat.
Diese Tatsache ist seit langem bekannt, und trotzdem reden wir Schwachköpfe immer noch Schmus über die Zartheit der Blumen. Von manchen romantischen Verehrern sagt man sogar noch, sie seien >fleur bleue<, das heißt sentimental – etwa so ungehörig und komisch, wie wenn man sagen würde, sie hätte ein blaues Geschlechtsteil. In San Li Tun gab es sehr wenig Blumen, und die waren sehr mickrig.
Aber immerhin, es waren Blumen.
Treibhausblumen sind schön wie Mannequins, aber sie haben keinen Geruch. Die Ghettoblumen wirkten albern: Manche waren hässlich wie Bäurinnen, wenn sie sich für die Stadt feingemacht haben; andere waren so unsinnig elegant wie Großstädterinnen auf dem Lande. Alle schienen irgendwie fehl am Platz zu sein.
>Liebessabotage<>
Freitag, 6. Juni 2008
0075_IF_Forgotten
Freitag, 14. März 2008
0047_IF_Heavy

Wie gemein!
Keiner mochte Dickmilch.
Erst stimmte sie das traurig.
Doch jetzt ist sie sauer.
© by jbo - 10/ 2006 - Alle Rechte beim Autor
Mittwoch, 27. Februar 2008
0039_Sternenregen
Sternenregen leuchtender
Sternenregen
brasselt
über
das tanzende
Liebespaar
und glitzert
und
funkelt
wie
in die Sonne
getauchtes
Glück!
Freitag, 22. Februar 2008
Freitag, 15. Februar 2008
0030_IF_Theory
"Im Leben kann ja so einiges schief gehen." meinte die Schräge."Ansichtssache", antwortete die Perspektive.
"Ich weiß nicht, wovon Ihr redet, bei mir ist alles klar" mischte sich der Tunnelblick ein.
"In live so much can go awry", opined the line that was askew. " "It depends on your point of view" countered the perspective.
"I have no idea what you are talking about. Everything is clear to me" was the retort of tunnel vision.
© by jbo - 11/ 2006 - Alle Rechte beim Autor
Freitag, 8. Februar 2008
Dienstag, 22. Januar 2008
0017

Koma
Pausenloses Geplapper
plätschert
wie ein vergessener Wasserhahn.
Schläfrig gewordene
Zuhörer
fallen ins Koma.
© by jbo - 10/ 2006 - Alle Rechte beim Autor















